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UKH

  • Die Blutspende im Universitätsklinikum Halle (Saale) öffnet zusätzlich zu den regulären Öffnungszeiten am Mittwoch, dem 1. April, von 12 bis 18 Uhr. Mit der Aktion sollen die Depots der Transfusionsmedizin vor den Feiertagen aufgefüllt und so die lückenlose Versorgung der Patient:innen des Universitätsklinikums gesichert werden. An Feiertagen wie Ostern gibt es aufgrund der kurzen Haltbarkeit einiger Blutprodukte regelmäßig Engpässe – in Ernstfällen muss es jedoch häufig schnell gehen. Aus diesem Grund ist das Universitätsklinikum Halle (Saale) auch rund um Ostern auf eine hohe Spendenbereitschaft angewiesen.

    Zu den Sonderöffnungszeiten am 1. April bedankt sich das Team der Blutspende bei allen, die mit ihrer lebensrettenden Blutspende einen unverzichtbaren Beitrag zur Versorgung leisten, mit einer kleinen Oster-Überraschung. Wie gewohnt gibt es nach der Spende im Klinikum immer einen leckeren Imbiss und die Aufwandsentschädigung von 20 € für jede Spende als Erstattung für Zeit- und Reisekosten sowie den körperlichen Aufwand, der mit der Spende verbunden ist.

    Blut spenden können alle gesunden Erwachsenen, die mindestens 50 kg wiegen und nach einer kurzen ärztlichen Voruntersuchung zur Spende zugelassen werden. Für einen reibungslosen Ablauf empfiehlt es sich, vorab etwas zu essen, ca. 1,5 Liter zu trinken und einen Ausweis mitzubringen. In der Regel nimmt eine Blutspende nur 30 bis 60 Minuten in Anspruch und rettet bis zu drei Leben.

    Die Öffnungszeiten der Blutspende im Universitätsklinikum Halle (Saale) rund um Ostern:

    Mittwoch, 01.04.2026, 12:00 - 18:00 Uhr

    Donnerstag, 02.04.2026, 11:00 - 18:00 Uhr

    Freitag, 03.04.2026, geschlossen

    Dienstag, 07.04.2026, 14:00 - 18:00 Uhr

     

    (C) UKH Halle 

  • an der Universitätsmedizin Halle

    Realitätsnahes Training im Hebammenstudium: An der Universitätsmedizin Halle bietet ein neues „SimLab Hebammenwissenschaft“ angehenden Hebammen auf 266 Quadratmetern umfangreiche Möglichkeiten für authentische Übungsszenarien. Neben dem Training steht vor allem die intensive Selbstreflexion des eigenen Handelns im Vordergrund. Das neue Angebot ist in dieser Form überregional einzigartig und profitiert von der Anbindung an das Dorothea-Erxleben-Lernzentrum Halle (DELH), das bereits langjährig erfolgreich innovative Lehrkonzepte an der Universitätsmedizin Halle umsetzt.

    Hebammen begleiten und betreuen schwangere Frauen, Mütter und ihre Kinder und arbeiten Hand in Hand mit Kolleg:innen, Ärztinnen, Ärzten und anderen Gesundheitsberufen zusammen. Um grundlegende Fertigkeiten und alltägliche Kommunikation und Kooperation, aber auch Notfälle zu trainieren, steht dem Studiengang Hebammenwissenschaft an der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) nun ein neuer Lernort zur Verfügung.

    In insgesamt vier Simulationsräumen lässt sich hier ab sofort das gesamte Tätigkeitsspektrum einer Hebamme abbilden: vom Untersuchungs- und Beratungsraum über das Patientinnenzimmer und einen ‚Geburtsraum Klinik‘ bis hin zur häuslichen Umgebung. Für realitätsnahe Bedingungen werden Simulationspersonen einbezogen, die anhand von Rollenanweisungen Schwangere oder Wöchnerinnen darstellen. Darüber hinaus kommen Simulationsmodelle zum Training von Geburten oder täuschend echt aussehende Neugeborenen-Puppen zum Einsatz.

    Zahlreiche Unterrichtseinheiten, videounterstützte Selbstreflexion und Nachbesprechungen

    „Während des gesamten Studiums sind mehr als 400 Unterrichtseinheiten für Übungen und Simulationen vorgesehen“, erklärt Prof. Dr. Sabine Striebich, Leiterin des Studiengangs Hebammenwissenschaft am Institut für Gesundheits-, Hebammen- und Pflegewissenschaft. „Am Anfang sind es Fertigkeitstrainings, zum Beispiel wie man den Bauch einer Schwangeren abtastet oder zu Beschwerden berät. In den höheren Semestern werden komplexe interprofessionelle Simulationen durchgeführt, bis hin zu Notfallszenarien wie Schulterdystokie und verstärkter Blutung nach der Geburt, die in der Praxis nur schwer geübt werden können. Wenn die Studierenden nach der Vorlesungszeit in die Praxis gehen, wissen sie, auf was es bei der Kommunikation und Kooperation ankommt.“

    Neben den fachpraktischen Trainings steht die Selbstreflexion im Mittelpunkt: Die Szenarien werden über ein modernes Videosystem aus verschiedenen Blickwinkeln aufgezeichnet. Für die Nachbesprechung lassen sich relevante Stellen leicht herausgreifen, um diese anschließend unter professioneller Anleitung ausführlich zu reflektieren. Alle Hebammendozentinnen, die Simulationen mit den Studierenden verantworten, haben einen speziellen Instruktorenkurs absolviert.

    Ausbau des modernen Lehrangebots

    Das Prinzip der innovativen Lehre durch Simulationen ist nicht neu: „Mit dem DELH gibt es an der Universitätsmedizin Halle bereits ein einzigartiges interprofessionelles Lehrangebot. Im neuen SimLab Hebammenwissenschaft werden unter der Leitung von Prof. Striebich bestens erprobte Verfahren und etablierte Qualitätsstandards umgesetzt – realitätsnah in berufsspezifischen Räumlichkeiten für Hebammen. So wird das DELH optimal erweitert“, betont Prof. Dr. Heike Kielstein, Dekanin der Medizinischen Fakultät der MLU.

    Unterstützung des Hebammenwesens durch das Land

    Sachsen-Anhalt unterstützte den Umbau und die Ausstattung der Räumlichkeiten. Insgesamt flossen rund 650.000 Euro aus Landesmitteln in das Vorhaben. Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt, erklärt: „Die fortschreitende Akademisierung von Gesundheitsberufen stärkt vor allem die Versorgungsqualität. Patientinnen und Patienten profitieren, wenn künftige Hebammen oder Pflegekräfte ihre beruflichen Grundlagen anhand aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse erlernen. Doch dabei bleibt die Praxis natürlich unverzichtbar. Deshalb freue ich mich, dass heute an der Uni Halle ein Simulationslabor eingeweiht wird, das überregional Maßstäbe setzt. Auch der neue Lernort macht das Studium der Hebammenwissenschaften zwar nicht zum Kinderspiel, aber dafür nochmals deutlich attraktiver.“

    Petra Grimm-Benne, Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt, erklärt: „Hebammen sind von unschätzbarem Wert für die Gesundheitsversorgung und die Begleitung von Familien in Sachsen-Anhalt. Sie sind nicht nur Expertinnen für Geburtshilfe, sondern auch wichtige Ansprechpartnerinnen für werdende und frisch gebackene Eltern in einer aufregenden Lebensphase. Mit dem hochmodernen Simulationslabor hier in Halle stärken wir die Qualität der Ausbildung durch praxisnahe Erfahrungen.“

    Hintergrund

    Als einziger Standort in Sachsen-Anhalt hat die Medizinische Fakultät der MLU den dualen Bachelor-Studiengang „Hebammenwissenschaft“ eingerichtet. Neben dem universitären Teil finden regelmäßig Einsätze in den Universitätskliniken Halle (Saale) und Magdeburg sowie weiteren Kooperationskliniken im Land statt. Die Absolvent:innen werden qualifiziert, auch komplexe Betreuungssituationen zu bewältigen, wie sie im Perinatalzentrum Level 1 der Universitätsmedizin Halle gegeben sind. Das achtsemestrige duale Studium mündet in zwei Abschlüssen: dem Bachelor of Science und dem Berufsabschluss als Hebamme.

     

    Quelle: Universitätsmedizin Halle

    Universitätsklinikum Halle (Saale)

    Medizinische Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

  • Die Universitätsmedizin Halle hat das weltweit erste neuentwickelte Magnetresonanztomographie-System (MRT) für Babys und Kleinkinder installiert. Das hochmoderne Medizingerät neo315 wurde von einem Magdeburger Start-up entwickelt und wird künftig in den pädiatrisch-radiologischen Fachbereichen eingesetzt. Mit der Neuanschaffung setzt die Universitätsmedizin Halle auch überregional ein starkes Zeichen für die Kindermedizin.

    Ein Ultraschall ist für eine gesicherte Diagnose oft nicht ausreichend und eine Untersuchung in einem herkömmlichen MRT-Gerät für Erwachsene ist für Babys und Kinder mit einer hohen Belastung verbunden. Das speziell für Neugeborene und Kleinkinder entwickelte MRT-System bietet eine strahlungsfreie Bildgebung aller Organe inklusive Weichteilkontrast, wodurch Erkrankungen wie angeborene Fehlbildungen, akute Hirnblutungen oder Tumore frühzeitig erkannt werden können. Im Vergleich zu herkömmlichen Geräten ermöglicht die Hochtemperatur-Supraleiter-Technologie eine kompaktere und leichtere Bauweise. Daher kann das neo315 direkt auf der Kinderintensivstation installiert werden, was bisher erforderliche Transporte vermeidet und Untersuchungen in vertrauter Umgebung erlaubt.

    „Dank der räumlichen Nähe können wir die Untersuchungen nun an den natürlichen Schlafrhythmus der Babys und Kleinkinder anpassen und auf die bisher notwendige Sedierung möglichst verzichten“, sagt Prof. Dr. Roland Haase, Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Pädiatrie II, der das Projekt „neo315“ gemeinsam mit Prof. Dr. Dr. Walter Wohlgemuth, Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Radiologie, leitet. „Aufgrund einer neuartigen Magnetabschirmung am Gerät können sich medizinisches Personal oder Angehörige während des Einsatzes im selben Raum befinden. Das bedeutet weniger stressbedingte Belastung für die Säuglinge oder Kleinkinder und auch die Eltern“, so Haase.

    „Mit der Installation dieses weltweit ersten, neuentwickelten pädiatrischen MRT-Systems setzt das Entwickler-Unternehmen einen neuen Standard in der medizinischen Bildgebung und stärkt die Diagnostik in der Pädiatrie nachhaltig“, sagt Prof. Dr. Thomas Moesta, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Halle (Saale). „Dass wir das Gerät neo315 als erstes Klinikum einsetzen, spricht für die hohe Innovationskraft der Universitätsmedizin Halle und unserer Region.“

    Ein weiterer Meilenstein für die technologische Innovation ist die geplante Integration des neuen Geräts in die Infrastruktur der Halle MR-Imaging Core Facility (HMRICF), des interdisziplinären, wissenschaftlichen Bildgebungszentrums zur Entwicklung und Anwendung moderner MR-Bildgebungsverfahren der Universitätsmedizin Halle. „Die HMRICF verfügt über eine exzellente Expertise in der MR-Anwendung und MR-Physik und betreibt bereits ein Forschungs-MRT“, erklärt Prof. Dr. Dr. Walter Wohlgemuth, Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Radiologie. „Im Rahmen einer Forschungskooperation mit dem Hersteller erhält die HMRICF auch Zugang zur Entwicklungsumgebung, was die anwendungsorientierte Implementierung und Weiterentwicklung von MR-Messmethoden auf höchstem Innovationsniveau ermöglicht.“

    „Das hochmoderne Kinder-MRT, das künftig an der Unimedizin in Halle zum Einsatz kommt, ist ein wichtiger Meilenstein für den weiteren Ausbau der Kindermedizin in Halle“, betont Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann. „Das Kinder-MRT wurde überdies nicht irgendwo entwickelt, sondern bei uns im Lande vom Magdeburger Medizintechnik-Unternehmen Neoscan. Für das Land ist das in mehrfacher Hinsicht eine Erfolgsgeschichte: angefangen von mutigen Investitionen über unternehmerischen Erfolg bis hin zu einer besseren medizinischen Versorgung der Bevölkerung bei uns im Lande, die durch eine wettbewerbs- und leistungsfähige Universitätsmedizin sichergestellt wird. Mit dem Kinder-MRT kommen wir unserer gemeinsamen Verantwortung nach, die kleinsten Bürgerinnen und Bürger zu schützen, sie bei Krankheit bestmöglich zu versorgen und ihnen eine gesunde Zukunft zu ermöglichen. Das Wissenschaftsministerium wird auch künftig Investitionen in technische Innovationen unterstützen, die dazu beitragen, Sachsen-Anhalt als erstklassigen Standort für leistungsfähige Medizintechnik und Universitätsmedizin weiter zu profilieren.“

     

    Quelle: 

    Universitätsmedizin Halle

    Universitätsklinikum Halle (Saale)

    Medizinische Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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